Eine hydraulische Schiffswinde ist ein spezielles Stück Decksmaschinerie, das für die extremen Bedingungen des Salzwassereinsatzes, starker Winde und schwerer See auf Schiffen und Offshore-Plattformen ausgelegt ist. Diese Winden sind die Arbeitstiere der maritimen Industrie und werden zum Ankern, Festmachen, Schleppen und für die Ladungshandhabung eingesetzt; sie müssen von Klassifikationsgesellschaften zugelassen sein, um ein Schiff auch bei Sturm sicher zu verankern. Der Aufbau einer hydraulischen Schiffswinde legt besonderen Wert auf Korrosionsbeständigkeit – dazu zählen beispielsweise Spannstäbe aus Edelstahl, Lager aus Bronze sowie hochwertige marinebeschichtete Lackierungen zum Rostschutz. In einem modernen Hafen sorgt eine hydraulische Schiffswinde an einem Schlepper für die erforderliche Pollerkraft, um ein riesiges Containerschiff in eine enge Liegeposition zu manövrieren, während Winden am Schiff selbst automatisch die Festmachleinen aus- und einholen, um eine konstante Spannung gegen die wechselnde Gezeitenströmung aufrechtzuerhalten. Für ozeanographische Forschung bewältigen hydraulische Winden den sicheren Einsatz schwerer Messgeräte wie CTD-Sonden (Leitfähigkeits-, Temperatur- und Tiefensensoren) sowie gezogener Seitenblick-Sonaranlagen mittels mehrschichtiger Seilführung zur Vermeidung von Verwicklungen in großer Wassertiefe. Bei besonders sensiblen Arbeiten wie dem Verlegen von Tiefseepipelines werden diese Winden über SPS-Steuerung für konstante Zugkraft gesteuert und geben automatisch Kabel ab, um die Belastung des Rohrs innerhalb sicherer Grenzen zu halten, während der Versorgungsbarge vorwärts fährt. Für eine hydraulische Schiffswinde, die gemäß bestimmten Klassifikationsvorschriften (z. B. ABS oder DNV GL) für Ihr Schiff gefertigt wird, wenden Sie sich bitte an unsere Offshore-Spezialisten.